Carpsquad is Still alive, still fishing, less blogging, and a little bit hunting

Freitag, 14. November 2008

Zu Gast bei Ludwig...

An einem verlängerten Wochenende begaben sich Andi Spü O und Mertin in die bequeme Behausung der Freiberger-Hütte und versuchten, das Glück in Form eines Spätherbst-Karpfen zu fangen. In der ersten Nacht riss uns leider kein schriller Ton eines Bissanzeigers aus den Federn und so konnte tief und fest geschlafen werden. Am Abend des zweiten Tages war uns der heilige Carpius, Schutzheiliger der Karpfenfischer, wohlgesonnen und vergönnte uns doch noch die ersehnte Entschneiderung. Zwei überaus disziplinierte Kaltblüter mit 11kg (Andi) und 6,5kg (Mertin). Zuvor hatte nämlich ein Rüsseltier an Andis Rute die Gemütlichkeit von Kescher und Abhakmatte verschmäht und den Weg in die Büsche vorgezogen. Auch die zweite Nacht und der darauffolgende Vormittag verlief ohne besondere Vorkommnisse. Alles in Allem war es eine tolle Session (und hoffentlich nicht die letzte in diesem Jahr....)
Mertin & Andi Spü O









Sonntag, 9. November 2008

November Rain

Aussteiger können nerven, vor allem wenn am nächsten Tag nahezu nix beisst. Aber da muss man durch. Maxl und ich waren dieses Wochenende für 2 Nächte Karpfenfischen. Am Freitag bescheidenes regen Wetter - ideal um Rod Pod und Behausung aufzubauen alles nass alles dreckig. Aber wir san jo net aus Zucker also was solls do mias ma durch. Wobei es wenigstens nicht kalt war für die Jahreszeit eigentlich sogar viel zu warm. Somit war es trotz des Regens eigentlich ganz gemütlich unterm Schirm.
In der ersten Nacht hatten wir einige Runs mit dem ernüchterndem Ergebniss von nur 4 gelandeten Fischen. Mit 2, für diesen Teich eher untypischen, sehr schmalen Fischen die wir nicht gewogen haben der größere an die 3,5kg. Ein Schuppler mit etwa 4kg und ein Spiegler mit genau 10kg. Ein Aussteiger vom Maxl war sehr bitter der war kurz vorm Kescher, ein schöner Schuppler mit annähernd 10kg. Am Samstag in der Früh war es dann aus. Aus mit Regen und aus mit Bissen. Erst in der Nacht wieder. Der erste um 1 Uhr und der 2te um ca 4 Uhr. Wieder 2 Spieger aber diesmal perfekt gehakt. 14,2kg und 12,2kg.
Obwohl wir etliche Aussteiger in der ersten Nacht hatten konnten wir dennoch 6 Fische landen davon 3 mit 10+ und können somit zufrieden sein.

TL rené

Sonntag, 26. Oktober 2008

Samstag, 11. Oktober 2008

Nicht alltäglich !

Oh Mann, was für ein Drill. Gestern sitze ich an meinem Hauswasser und fische auf Karpfen. Das Wetter herrlich schön und sogar windstill was hier an diesem Wasser eher selten ist. Nach einem Giebel konnte ich endlich einen Karpfen haken. Auf eine Distanz von ca. 60 Meter merkte ich schon das ist kein Riese. Aber was war das ? Kurz vor der Landung ging mir der klein in Richtung Steg.

Doch da passierte was. Ich konnte es nicht deuten aber er hing noch immer. Egal. Erst dachte ich er ist in eine Art Netz oder so etwas geschwommen was ich jetzt auch mit drillte. Ich konnte es nicht gut sehen. Doch plötzlich ein plätschern und die Schnur ging vom Steg nach links in Richtung Schilf - aber volle Power. Komisch war das ich den Karpfen kurz seitlich aufblitzen sah und sekunden später sah ich schon den wahren Grund. Wie aus einem klassischen Film sah ich einen Rücken auf die Oberfläche kommen und sofort wieder abtauchen. Ein Fischotter hat sich meinen Karpfen gekrallt und verschwand mit ihm im Schilf. Da war dann auch an meiner Angel ende. Keine Chance mehr.

Die ganze Aktion wurde von Besuchern beobachtet die mir sofort helfen wollten. Rausscheuchen! Ich stand am Steg und hielt die Schnur auf Spannung und meine Helfer gingen ins Schilf. Das hat den Fischotter vertrieben, den konnte ich noch beim wegtauchen beobachten. Der Karpf ? Der lag bereits am Ufer, abgelegt vom Otter. Wahnsinn.

Eine Stunde später kam mein Angelnachbar und erzählte mir noch das er neben seinem Angelplatz einen Fischotter fressen hört. Ich konnte dann noch einen weiteren Giebel fangen und das wars dann auch schon wieder mit dieser Kurz-Session.

Dienstag, 30. September 2008

Eastside Monsters - Back in Black !

Ja, wir sind zurück vom Terminator Carp Cup und haben im Großen und Ganzen unser Ziel erreicht. Mit einem unglücklichen 7ten Platz im Nacken haben wir dennoch die erwünschten Top Ten geknackt, und können somit mit unserer Leistung zufrieden sein. Und so kam es: Donnerstag 4:30 Uhr Tagwache, anziehen, kacken, restliches Tackle ins Auto laden und die 210 Kilometer runter nach Fluttendorf. Dort angekommen, war auch schon Teamkollege Karpfinger und der Großteil der Gegner vor Ort, wo es nach einem Kaffee und ein wenig Plauscherei sofort zur Platzauslosung ging. Wie es der Teufel so wollte, waren wir von den 22 Teams das Letzte, das den Platz zugesprochen bekam und somit nicht mal ziehen mussten. Platz 5 war noch über. Inselspot. Jawohl. Wir entschieden, daß Rene aka Karpfinger den linken Sattel nahm, da er kraft- u. rutentechnisch, mir gegenüber, um Ecken weiter werfen konnte. Mir war es nun möglich, problemlos den gesamten Bereich zwischen uns und der Insel abzufischen, wobei sich Rene dem Freiwasser widmete.Zügig wurde rundherum gelotet, Temperaturen verglichen, Marker gesetzt, Futter fürs PVA gerichtet, Köder gepimpt, um um Punkt 10 Uhr beim Startschuss keine Zeit vergeuden zu müssen. Und dann gings los. Montagen raus an die Spots, halbe Stunde Zeit zum füttern und als nun die Fallen scharf gemacht waren, ging es ans Aufbauen der Behausungen für die nächsten 4 Tage und 3 Nächte.Nachdem das alles erledigt war, hieß es nun, einfach wie immer: Warten auf den Biss. Doch der kam nicht. Anscheinend nirgends am ganzen Gewässer. Der erste Tag und die erste Nacht verliefen äußerst ruhig. Zu ruhig für unseren Geschmack, doch Freitags um 7:47 in der Früh lief bei Rene das erste Mal die Schnur von der Rolle und wenig später konnten wir unseren ersten "Beruhigungsfisch" auf der Matte begrüßen, der mit 11,20kg gleich mal ordentlich zu Buche schlug. YES ! So konnte es weiter gehen.Leider mussten wir kurz darauf erfahren, daß in der Nacht schon ein 19er und ein 16er gefangen worden waren, welche somit schon wieder mal weit vor uns lagen. Um 9 Uhr war wieder für eine halbe Stunde das Füttern erlaubt, welches anscheinend aber überhaupt nichts brachte, da ab Inselbeginn das Gewässer scheinbar fischleer war, denn ab meinem Platz ging rechts von mir, im Großen und Ganzen überhaupt nichts mehr. Da saßen einige Teams, die noch keinen Gelben zu Gesicht bekommen hatten.Da fast ausschließlich im Freiwasser gefangen wurde, fischte ich zwischen mir und der Insel jede erdenkliche Rinne, jedes Plateau und jedmöglichen Spot ab, was aber dennoch nichts einbrachte. Wir saßen sozusagen genau geteilt, an der Grenze zwischen fängigem Freiwasser und totem Arm der Verzweiflung. Um etwa 19 Uhr dann endlich der nächste Run beim Karpfinger. Doch was jetzt kam, war mehr als Böse. Da läufts ohnehin nicht ganz so, wie man sich das wünscht, dann hast du endlich den "Drucka" , der Fisch wird sachte bis zum Keschern gedrillt, die Leute laufen zusammen, weil wir noch das gerade vorbeizehende Wiege-Team freudig aufgehalten haben. Alle gaffen ins Wasser. Uuuuuuhhh - nicht die üble Kategorie. Spiegler um die 10. Der Karpfinger drillt , ich knie mit dem Kescher im Wasser am Uferrand. Jaaaa, er kommt. Uhh - taucht wieder ab. Warten. Sekunden werden zu Stunden. Wir scherzen des Triumphes sicher... erster Kescherversuch von mir geht ins Leere. Damned! Der Gelbe hat noch nicht genug, taucht wieder ab. Wieder warten.....vorsichtig hochpumpen. Er dreht uns die Seite zu. Jawohl. Das wars. Der ist erledigt. Ich will zum 2ten Kescherveruch schreiten, plötzlich ein Schüttler ..... und die Spiegelsau taucht frei von Leine direkt vor unser aller Augen in die Tiefe. Beim "normalen" Angeln schlimm genug, beim Cup unaussprechlich. Rund und um uns wurde es von einer Sekunde auf die andere friedhofs-still. Da wußte wohl jeder genau, daß man jetzt besser keinen dummen Kommentar abgeben sollte. Im Karpfinger und mir herrschte das Höllenfeuer der Verdammnis. Aber nicht lange. Wir hatten uns keine Vorwürfe zu machen, sowas passiert. Bei einem Wettbewerb halt doppelt bitter. Was solls. Wir griffen wieder an.Um 21 Uhr kam dann "unsere Stunde", denn im halbstündigen Takt, konnten wir nun 3 Fische fangen, von denen einer 7,40kg wog und leider 2 nur knapp über 3 kg hatten. Aber wie wir alle wissen: Auch Kleinvieh macht Mist !Um 22 Uhr war dann Schluss mit der Bissorgie, Rene hatte kurz darauf noch einen Aussteiger und bis Samstag Nachmittag war weiterhin alles so, wie wir es bereits gewohnt waren. Links im Freiwasser wurde gefangen, rechts ab Inselbeginn mussten sich die Teams schon Einiges einfallen lassen, um nicht im Sumpf der Verzweiflung unterzugehen. Die konnten einem teilweise schon richtig leid tun. Aber wir waren auf einem Cup und nicht am Fest der Barmherzigkeit. Ich mag nicht wissen, wieviele sich da innerlich die Hände gerieben haben, als wir am Freitag den Ausschlitzer vorm Kescherrand hatten. Aber man konnte es Keinem übel nehmen, denn schließlich ging es um was, und verlieren mag niemand. Auch wir nicht. Und genau darum waren auch die mentalen Auswüchse der Anteilnahme am Leid der Anderen, nicht wirklich von langer Dauer und wir konzentrierten uns weiter auf unser Game.Da wurde weiter probiert und experimentiert; von 10mm Sinkern über Balanced bis zu 20er Poppern, Wafters etc. - fischig, würzig, süß, im Tiefen wie im Seichten. Aber nichts schien die Gelben in die Falle laufen zu lassen.Samstag, am späten Nachmittag konnten wir dann noch einen kurzen 5er erwischen, welcher den 5ten gelandeten Karpfen in unserer Fangliste darstellte.Sonntag in der Früh, wurde ich vom Karpfinger informiert, daß er in der Nacht noch einen 3er gefangen, mich aber deswegen nicht aufgeweckt hatte. Dieser Satzkarpfen war bis zum Ende am Sonntag um 11Uhr, leider unser letzter Fang und wir schlossen mit einem Gesamtgewicht von 33,40kg und dem daraus resultierenden, dennoch zufriedenstellenden 7ten Platz den Carp Terminator Cup 2008 ab. Hätten wir den Dicken vorm Kescher nicht verloren, wären wir unter Umständen sogar Dritter geworden. Aber das ist mal wieder das klassische "Hätti - Wari" ;)Resumee: Der Event war von den Karpfen-Terminatoren top organisiert ( hier auch noch mal THX Burschen für alles ) , die Wiegerei etc. schnell und korrekt durchgeführt, wenn gewollt, Nahrung an den Sattel geliefert und rundherum ausschließlich problemlose , nette Anglerkollegen anzutreffen. Unser Team hat eigentlich perfekt funktioniert, und uns war schon während des Cups klar, daß dies mit Sicherheit nicht unsere letzte Teilnahme an einem Bewerb dieser Art war. Möge die dunkle Macht auch weiter mit uns sein...
tight lines
sludgE

Pics by Sludge, Karpfinger & Ralle aka Biggeron